Gesunde Waffeln mit Mandeln, Datteln und Bananen

Mit dreizehn Jahren begann ich damals zu bloggen. Ursprünglich wollte ich von Gebasteltem und Gebautem erzählen. Mein allererster Beitrag hier waren gebackene Kartoffeln und ich kann mich noch genau an das Gefühl erinnern, etwas ins Internet zu stellen. 2013 war das. Damals kam es gerade in Mode, sich mit Ernährung und Selbstgemachtem zu beschäftigen.

Ich wuchs als Landkind auf, dort wo man auf den Straßen immer einem bekannten Gesicht begegnet und Kirschen direkt vom Baum pflücken kann. In einem Dorf, in dem bis heute nicht jeder Chiasamen und Gojibeeren kennt. Neben Kühen und unter sternklarem Himmel, begann ich meine zwei Leidenschaften auszuleben – die Fotografie und das Kochen.
Eigentlich begegneten sich die beiden Komponenten nur durch dieses Medium hier. Auf einmal machte man Bilder von seinem Essen und teilte sie sofort, überall und mit jedem. Essen wurde zelebriert und zu viel mehr, als der bloßen Nahrungsaufnahme. Überall tauchte neues Superfood auf, jeder zweite wurde vegan und all das wurde mehr und mehr auch in mein Leben integriert. Blogger wurden Influenzer und alles drehte sich um Klickzahlen, Likes und Follower.

Damals las ich jeden Tag Blogs und suchte nach Möglichkeiten, möglichst nichts zu verpassen, während meine eigene Sammlung an Geschirr, Untergründen und all den Kleinteilen, die man ja so liebevoll Props nennt, immer weiter anwuchs.

Und irgendwann, während das seinen Lauf nahm, ich mich mit siebzehn selbstständig machte, schrie alles in mir nach Abenteuer. Da hab ich erst begriffen, dass ich doch einen nicht unwesentlichen Teil meines kindlichen Dasein auch vor dem Computer und hinter Kameras verbrachte und es irgendwo pure Verschwendung von Lebenszeit wäre, nicht durch all die Türen zu gehen, die mir offen stehen.

Fünf Jahre, nachdem ich das erste Mal einen Blick hinter die Kulissen des Bloggens geworfen habe, ist das hier zu meinem kleinen Foodblog geworden, dem ich mittlerweile zwei großartige Chancen in meinem Leben verdanke. Ich wohne mittlerweile in Düsseldorf, mache eine Ausbildung zur Fotografin und verkaufe selbstständig nebenbei meine Foodfotos.

Dieser Blog war nie die Plattform, an der ich ehrlich und offen schrieb, da irgendwo in meinem Hinterkopf wohl doch immer der Gedanke war, dass tatsächlich all diese Dorfbewohner mitlesen und auf meine Teller schauen könnten, wenn sie denn wollten.

Weil mir immer gleiche Dinge schnell langweilig werden, hab ich mich dazu entschieden, für ein neues Gewand zu sorgen, das mir gerecht wird. Und diesen Ort hier nicht wie eigentlich geplant heimlich auszulöschen, sondern weiterzuführen.

Man muss nicht immer nur schwarz oder weiß sehen, auch wenn mir das erst vor kurzem vorgeworfen wurde. Vielleicht geht bei mir das eine nicht mehr ohne das andere, weil ich das Internet trotz allem viel zu sehr schätze. Als einen Ort der virtuellen Begegnung und eben genau diesem Gucken auf fremde Teller.

Ich feiere diesen kleinen, neuen und alten Abschnitt mit diesen Waffeln, die superschnell gemacht sind und zudem frei von industriellem Zucker. Dazu kommt die unschlagbare Kombination von süß und salzig, da ich in dem Rezept Salzmandeln verwende. Wenn du den Geschmack von Bananen nicht so sehr magst, kannst du einfach etwas mehr Dattelsirup verwenden oder mit etwas Anderem süßen.

Rezept für schnelle und gesunde Waffeln mit Mandeln, Datteln und Bananen
(ergibt etwa 10 Belgische Waffeln)

2 sehr reife Bananen
2 Eier
100 ml Raps- oder geschmolzenes Kokosöl
1-2 EL Dattelsirup
100 ml Pflanzenmilch
30 g Seeberger Salzmandeln*
200 g Dinkelmehl
1 TL Backpulver

Die Bananen schälen und mit einer Gabel in einer Schüssel zu Muß zerdrücken.
In einer weiteren Schüssel die Eier, das Raps- oder geschmolzene Kokosöl und den Dattelsirup mit einem Schneebesen schaumig schlagen.
Die Pflanzenmilch und das Bananenmuß hinzugeben und gut vermischen.
Die Salzmandeln im Blitzhacker zu Mehl mahlen, mit dem Dinkelmehl und Backpulver hinzugeben und alles zu einem glatten Teig vermischen.
Die Waffeln in einem heißen und mit Kokosöl gefetteten Waffeleisen ausbacken und nach Belieben mit Bananenscheiben und Mandeln servieren.

Einen grandiosen Sonntagabend.
Leah

 

*Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von Seeberger.

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